Pfarrer Simon Mayer zurück in Kitzingen

Mit Zuversicht stellt er sich den Herausforderungen im neuen Amt !

 

Harald Funsch – Vorstand Caritasverband Kitzingen

 

 

 

 

 

 

 

Vor elf Jahren war Mayer Kaplan in der Stadt, nun kehrt er als Pfarrer für den gesamten Pastoralen Raum zurück. Und wird wohl auch auf Spielplätzen zu treffen sein.
Große Freude herrschte am Sonntag in der Kirche St. Johannes in Kitzingen. Simon Mayer wurde als neuer Pfarrer offiziell eingeführt. Fast eine kleine Heimkehr, denn Mayer hat schon 2005 seine Kaplanszeit in der Stadt am
Main verbracht.

Seit dem hat sich einiges geändert und er ist nicht nur Pfarrer von Kitzingen, sondern als
Pfarrer „in solidum“ im gesamten Pastoralen Raum Kitzingen zurückgekehrt. Das bedeutet, er wird zusammen mit den anderen Seelsorgern die Geschicke des Raumes leiten.

Der Pastorale Raum Kitzingen umfasst zahlreiche Pfarreien. Das wurde deutlich, als der derzeit amtierende Dekan Matthias Eller die Ernennungsurkunde des Bischofs verlas: Von Marktbreit bis hinter Dettelbach erstreckt sich das Gebiet. „Ein Pfarrer ist nicht alleine“, erklärte Eller und betonte, wie wichtig in der täglichen Arbeit die Kolleginnen und Kollegen aus dem Pastoralteam sind, mit den Ehrenamtlichen aus Gemeindeteam und Kirchenverwaltung bis zum Rat im Pastoralen Raum.
In seiner Predigt ging Mayer dann darauf ein, wie er sich die Arbeit im Raum Kitzingen vorstellt: Kirche habe den Auftrag, das Reich Gottes in sich ändernden Zeiten zu verkünden. „So will ich den Dienst hier verrichten: Spüren, wo Begegnung mit Gott ist und für mich den Mehrwert von Gottes Reich entdecken“, erklärte er. Voraussetzung dafür sei eine „Haltung, die noch etwas erwartet und erhofft.“

Er appellierte, keine Angst vor Veränderung und Verlust zu haben und bat um Vertrauen darauf, dass die Welt nicht von Gott verlassen ist. In persönlichen Worten am Ende des Gottesdienstes freute sich Mayer darüber, dass so viele Menschen gekommen waren, die Kirche war vollbesetzt. Schon der Altarraum war gut gefüllt mit zahlreichen Kurskollegen, Wegbegleitern und Freunden. In den Bänken saßen auch Menschen aus dem Pastoralen Raum Karlstadt, wo Mayer erst eine Woche zuvor verabschiedet worden war.

Mit vielen Kitzingern ist er bereits gut bekannt, einige Mal das vertraute „Du“ zuhören.
Und auch Simon Mayers Familie war gekommen, um seinen Neustartmitzuerleben.
Darunter auch zwei Nichten und Neffen, deren Pate er ist. „Sollte also der Pfarrer von Kitzingen mal mit einem Kind auf dem Spielplatz gesehen werden, handelt es sich hierbei um meine Patenkinder“, schmunzelte er.

Worte der Begrüßung aus Kitzingen kamen zunächst von Josef Gerspitzer, dem Vorsitzenden des Rates im Pastoralen Raum Kitzingen. Er hieß Mayer willkommen und zeigte sich zuversichtlich für die Zusammenarbeit in den Gremien. Die evangelische Dekanin Kerstin Baderschneider erklärte, dass wohl einigen hier ein Stein von Herzen falle, weil die Stelle endlich wieder besetzt sei.
Sie sprach über erfolgreiche ökumenische Projekte in Kitzingen und wünsche sich, weiter gemeinsam unterwegs zu sein. Oberbürgermeister Eniz Tiz konstatierte „Sie haben eine große Aufgabe vor sich“, für die es viel Gottvertrauen brauche. Aber Herausforderungen könne man am besten gemeinsam meistern.

Umziehen wird Simon Mayer erst im Herbst, das Pfarrhaus wird derzeit noch saniert. Bis es so weit ist, pendelt er, denn das Arbeitszimmer sei bereits fertig. „Danke, dass ich hier sein darf“, schloss er seine Ansprache, bevor er den Menschenden Segen erteilte. Bei der anschließenden Begegnung auf dem Kirchplatz gab es viele Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich kennen zu lernen und Pläne für die kommende Zeit zu schmieden.

Regina Sterk

Simon Mayer ist als Pfarrer im Pastoralen Raum Kitzingen in sein Amt eingeführt worden. Foto Titelbild: Regina Sterk

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