Lasset strahlen euer Licht und gebt das Licht weiter an die Welt !
Wir feiern „Darstellung des Herrn“, volkstümlich „Maria Lichtmess“, im christlichen Osten„Begegnung“ genannt, so Diakon Lorenz Kleinschnitz beim Gottesdienst in der SchwarzacherTagespflege.
Er richtete die Aufmerksamkeit der Tagesgäste auf die Begegnung von zwei alten Menschen, die im Tempel Jesus treffen. Diese Begegnung wird für sie zum entscheidenden Augenblick in ihrem Leben.
Was sie nicht für möglich gehalten hatten, hat sich noch erfüllt. Gibt es Augenblicke, die ich nicht verpassen möchte?
Für viele der Einrichtung sind es die Sonnenscheintage in St. Hedwig, die nochmals Neues erleben lassen, manches, was zu Hause nicht mehr möglich wäre.
Nicht nur beim Festgottesdienst brachten besonders die jungen Praktikanten zusammen mit den Mitarbeiterinnen viel Licht und Wärme in die Gemeinschaft der Älteren, und Diakon Kleinschnitz nahm die Mitfeiernden mit in den Festgottesdienst von „Generation plus“ wenige Tage zuvor in die Stadtschwarzacher Pfarrkirche. So waren sie vernetzt mit der Gemeinde und dem Dorf.
Gedanklich im vertrauten Raum, mit den vertrauten Menschen, die sich immer freuen, sich zu begegnen. Highlight für die Versammelten war der Blasiussegen. Er erinnert an Blasius von Sebaste, einen Bischof, der laut Überlieferung im Jahr 316 das Martyrium erlitt.
Als einer der 14 Nothelfer wurde er durch die Legende bekannt, die berichtet, wie er einen jungen Mann, der an einer verschluckten Fischgräte zu ersticken drohte, das Leben rettete. Demnach wurde dieser Segen zum Schutz gegen Halskrankheiten eingeführt.
„Der Herr behüte dein Leben, er schenke dir Gesundheit und Heil, er bewahre dich vor allem Bösen. Es segne dich der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.“ Der Blasiussegen ist die universelle Botschaft von Heil und Schutz.
„Wenn es an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit“ – nur eine der Bauernregeln zum Lichtmesstag als Gedächtnistraining. Zum Abschluss: „Es wird ja wieder gut“, ein Sitztanz mit selbs verordneten Streicheleinheiten.
„Gottes guter Segen sei mit euch, leuchtet wie Kerzen, in euren Herzen, auf euren Wegen“ als „give away“ des Diakons.
„Die Bürde der Jahre war eine Stunde ganz weg, war schön. Danke.“
Lorenz Kleinschnitz
Foto: Lorenz Kleinschnitz / Nach dem Blasiussegen strahlende Augen bei den betagten Tagesgästen, den jugendlichen Praktikanten Eva Engert und Christoph Schafferhans, der die Feier musikalisch auf der Orgel begleitete, und den Mitarbeiterinnen Susanne Kirchner und Michela Schafferhans.